Artikel

04. April 2024

‚Wenn wir nicht in die Kunst investieren, können wir wieder verlieren.‘ Matvij Vajsberg

Die Bilder des Künstlers Matvij Vajsberg illustrieren unser neues Buch über Mariupol. Er ist der Meinung, dass wir mehr dafür tun müssen, um die zeitgenössische ukrainische Kunst in der Welt bekannt zu machen.
27. März 2024

Was macht ein Militärseelsorger und wer braucht ihn? Und was haben gefüllte Teigtaschen damit zu tun?

Oleh Sydorenko, Oberstleutnant der Ukrainischen Streitkräfte, erinnert sich an eine Geschichte aus dem Dienst.
26. Februar 2024

‚Ich habe den Hunden Wodka zu trinken gegeben, damit sie keinen Herzstillstand bekommen‘

Valerija Kaminska, Geschäftsfrau aus Mariupol, erzählt erschreckende Geschichten von Folter, von dem Leben unter Beschuss und erinnert sich an einen Dialog mit einem jungen Tschetschenen, bei dem dieser in Tränen ausbrach.
16. Februar 2024

‚Man einen Kilometer durch Blindgänger laufen muss, um zum Brunnen zu kommen...‘

Witalij Smazhev verbrachte 100 Tage mit seiner Mutter im besetzten Isjum (eine Stadt in der Region Charkiw). Er musste Gräber für alte Menschen ausheben, die an der Kälte gestorben waren.
31. Januar 2024

‚Kinder, ich kann keinen Unterricht geben, weil der Krieg begonnen hat‘

Oksana – Lehrerin für Russische Sprache und Literatur. Als Mariupol beschossen wurde, schien es der Frau, das würde sich ihr Herz in ein kleines Vögelchen verwandeln. Es war schmerzhaft, die schwarzen Häuser und die Gesichter der Nachbarn anzuschauen, die von dem Krieg bleich geworden waren und wie ausgelöscht wirkten.
12. Januar 2024

Ein amerikanischer Freiwilliger in der Leichenhalle von Butscha

Patrick Loveless fuhr direkt nach der Befreiung nach Butscha, er half im Leichenschauhaus, die Leichen zu sortieren, sah und spürte die Folgen dessen, was die Russen angerichtet hatten. Was er sah, beeindruckte ihn so sehr, dass er es nicht vergessen kann.
09. Januar 2024

Als die Häuser von den Luftangriffen zusammenfielen wie Kartenhäuser, nahm sie Abschied vom Leben

Ninel Tschernyschenko aus Borodjanka sah mit eigenen Augen, wie russische Flugzeuge gezielt Bomben auf Wohnhäuser warfen. Trotzdem glaubt sie an den Sieg, den Frieden und den Wiederaufbau der Ukraine.
26. Dezember 2023

Olha Leus aus Mariupol: ‚Ein Scharfschütze hat meinen Mann getötet‘

Wir haben mit Olga Leus im Zentrum „JaMariupol“ [Ich bin Mariupol] in Lviv gesprochen, wohin die Charkiver Menschenrechtsgruppe gefahren ist, um Einwohnern von Mariupol zu helfen, die in Lviv leben, nachdem sie ihre Heimatstadt verlassen haben.
15. Dezember 2023

Lügendetektor für eine pro-ukrainische Haltung

Leonyd Remyha leitete zu Beginn der großangelegten Invasion eines der Krankenhäuser in der Stadt Cherson. Weil er sich weigerte, mit den Besatzern zusammenzuarbeiten, landete der Chefarzt in einer Folterkammer der Russen.
11. Dezember 2023

‚Saschko und Vasyl wurden bei dem Beschuss getötet, Slavko und Mykola haben die Russen erschossen‘

Mykola Andrijovytsch Kostenko wohnt im Dorf Moschtschun im Gebiet Kyjiv. Im März 2022 war es in dieser Gegend die wahre Hölle.
07. Dezember 2023

‚Lauft vorwärts. Wenn ihr euch umdreht, knallen wir euch ab‘

Rostyslav Paschynskyj und sein Begleiter gerieten in Gefangenschaft, als sie versuchten, selbständig aus Butscha zu entkommen. Die jungen Männer wurden geschlagen, man drohte damit, ihnen Ohren und Finger abzuschneiden. Um von Maksym das Geständnis zu erzwingen, er sei ein Richtschütze, inszenierten die Russen die Erschießung seines Begleiters. Wie viel Angst zwei friedliche Zivilisten ausstehen mussten und womit diese Geschichte endete, lesen Sie in unserer Reportage.
22. November 2023

Bach spielen vor der Kulisse von Explosionen. Akkordeonist Ihor Savadskyj

Jeden Tag seit Beginn des Krieges spielt der ukrainische Akkordeonist Lieder und veröffentlicht sie auf seinem Kanal, um Mut zu machen. Sein Schaffen in Zeiten des Krieges wurde zur Grundlage eines neuen Albums mit Rekordlänge.
07. November 2023

Priester Viktor Maryntschak aus Charkiv: ‚Ich habe mich nicht daran gewöhnt, dass in der Kirche vier Särge stehen‘

Nach dem Beginn der Invasion hält Viktor Marynchak weiterhin in der Kirche des Apostel Johannes die Messe ab, obwohl er allen seinen Segen gegeben hat, die sich zur Evakuierung aus Charkiv entschlossen. Jetzt werden in der Kirche häufig Trauerfeiern für Soldaten abgehalten, was Pater Viktor zwingt, sich Fragen zu stellen, die schwer zu beantworten sind.
27. Oktober 2023

‚Eine ganze Familie starb in einem Nachbarhaus‘ — Bewohnerin von Sjewjerodonezk

Eine Bewohnerin der zerstörten Stadt beschreibt die ersten Wochen des Krieges.
13. Oktober 2023

‚Als eine Rakete unsere Unterkunft traf, wurde eine Warmwasserleitung beschädigt. Mein Freund wurde mit kochendem Wasser übergossen, alle seine Kleider klebten an ihm‘

Denys Nozhaysky hat Verwandte in Mariupol. Er war in Kyjiw, als der Krieg begann, aber das Schicksal führte ihn später nach Butscha, in die Tage des schwersten Beschusses. Jetzt habe er nur noch einen Wunsch, sagt er: In den Krieg zu ziehen und sich am Feind zu rächen.
02. Oktober 2023

‚Mein dreijähriger Sohn sagt: Putin sollte in seinem Bunker begraben werden — dann gibt es keinen Krieg‘

Die Lehrerin Alina Veschtschuk lebte bis 2015 in Horliwka (Region Donezk). Dann floh sie vor der Besatzung nach Kramatorsk (Region Donezk). Im Jahr 2022 wiederholte sich die Geschichte erneut... Sie sagt, sie habe schon 2014 verstanden, wie der Feind kämpft: „Freun-de sahen, wie die „Grad“ (Mehrfachraketenwerfer) ins Feld fuhr und auf Torezk (Region Donezk) schoss, wo die ukrainische Armee war, dann drehte diese „Grad“ um und schoss zurück auf Horliwka. Der Feind wollte, dass die Menschen in Horliwka denk
29. September 2023

‚Ich kannte Menschen, die in den Kellern von Borodjanka umgekommen sind‘

Valentyna Torgonska aus Borodjanka versteckte sich zusammen mit anderen Menschen im Keller, als neben ihrem Haus ein Geschoss explodierte. Auf ihre alten Tage ist sie nun ohne Obdach und weiß nicht, wie sie weiterleben soll.
13. September 2023

Ein Schritt weg vom Tod — die Geschichte des Freiwilligen Maksym Vajner

Maksym Vajner arbeitete in einer internationalen Brigade, die medizinische Evakuierungen in Richtung Bachmut vornahm. Sie versuchten, eine nach Beschuss verwundete Frau zu evakuieren, als eine russische Rakete ihr Fahrzeug traf. Maksym erlitt zahlreiche Verletzungen, sein Begleiter Pete Reed, freiwilliger Sanitäter aus Amerika, kam ums Leben.
01. September 2023

‚Unser Haus wackelte, als der Freiheitsplatz von einer Rakete getroffen wurde‘

Natalia Frolowa hat zwei Heimatstädte: Berdjansk, wo sie geboren wurde und ihre Tochter aufwuchs, und Charkiw, wohin sie einige Jahre vor dem großen Krieg gezo-gen war. Beide Städte wurden vom Feind heimgesucht.
28. August 2023

‚Ich habe zu Gott gebetet, dass meine Bäume standhalten‘

Ljudmyla Lomejko, eine Einwohnerin von Moschun (Dorf in der Region Kyjiw), übermittelte ihrem Sohn, der heute in den Streitkräften der Ukraine dient, in den ersten Kriegstagen die Koordinaten des Feindes. Sie betete, dass die Bäume, die sie mit ih-ren eigenen Händen gepflanzt hatte, standhalten würden.
24. August 2023

‚In unserer Straße waren alle Häuser zerstört‘

Kyrylo Kuzenko wurde zweimal Zeuge der Kämpfe um Rubizhne. 2014 hielt die Stadt stand. 2022 zerstörten die Russen sie bis auf die Grundmauern.
14. August 2023

‘Russische Soldaten hielten den Wagen mit Hilfe von Brot an, warfen das Brot raus und überfuhren es mit ihrem Auto. Damit die Menschen nichts zu essen hatten’

Ein Einwohner aus Cherson erzählt, wie die Stadt in den ersten Tagen der russischen Besatzung lebte.
01. August 2023

‚Ein paar Männer saßen in der Küche und tranken Tee. Eine Granate fiel dort ein und sie wurden einfach zerrissen‘

Der Rentner Mykola Perepelytsya lebt in Krasnopillia (Region Donezk). Sein Dorf war zahlreichen Luftangriffen ausgesetzt. Er sagt: „Jeden Morgen kam ein Flugzeug, zerstörte Häuser und riss Dächer nieder“.
19. Juli 2023

‚Mit den Russen kann man weder verhandeln noch ihnen vertrauen‘... — sagt ein Einwohner von Mariupol

Vitaliy ist ein Bewohner des leidenden Mariupol, der gezwungen war, mit seiner Frau und seinem Kind in Drohobytsch Zuflucht zu suchen. Während der Vorbereitung dieses Interviews gelang es unserem Interviewpartner sich nicht nur dem Militär anzuschließen, sondern auch mit den Invasoren zu kämpfen.