Acht Folterkammern in 21 Monaten — Geographie der Gefangenschaft

‚…Sie haben uns immer gesagt: Wir tauschen euch aus, wir fahren zum Austausch… Ich erlebte achtmal einen Transport und glaubte jedes Mal, ich fahre zu einem Austausch. Aber sie brachten mich in eine neue ‚Aufnahme’… Sobald sie uns aus dem Gefangenenbus ausgeladen hatten, fingen sie an, auf uns zu einzuschlagen. ‘
Iryna Skatschko10. April 2024UA DE EN ES FR RU

Ілюстрація: Марія Крикуненко / Харківська правозахисна група Иллюстрация: Мария Крикуненко / Харьковская правозащитная группа

Illustration: Marija Krikunenko / Charkiver Menschenrechtsgruppe

Roman Kryvulja, Militärmechaniker in einer Funkzentrale, ehemaliger ATO-Teilnehmer (ATO: Anti-Terror-Operation ab 2014) verbrachte ein Jahr und neun Monate in Kriegsgefangenschaft.

„Vor allem wollte ich mich in Gefangenschaft einfach mal satt essen“, erinnert er sich. „Etwas Süßes…. alles schmeckte fad.“

Er erzählt seine Geschichte, während wir ihn aus dem Krankenhaus in Dnipro, wohin er nach dem Austausch gekommen war, nach Hause ins Gebiet Charkiv bringen. Als die große Invasion begann, war Roman nicht im Dienst, sondern zu Hause, im Dorf Lypzi. Zu seiner Einheit zu kommen, schaffte er nicht mehr: Das Dorf wurde in den ersten Stunden des feindlichen Angriffs besetzt.

Lypzi, Tscherkaski Tyschky, Striletscha

„Ich fürchtete, dass jemand mich sehen und erkennen könnte, dass ich ein Militär war. Ich trug Zivilkleidung“, erinnert er sich.

Roman war einige Jahre zuvor mit seiner Familie nach Lypzi gezogen. Wenn er nicht im Dienst war, verbrachte er seine Zeit mit seinem Kind. Unter den Einheimischen hatte er noch keine Freundschaften oder Bekanntschaften geknüpft.

Den Besatzern fiel er zufällig in die Hände: Sie suchten einen anderen Soldaten, der angeblich in der Nachbarwohnung lebte.

„Ich sagte: Ich bin kein Militär. Sie: ‚Wenn nicht du, dann wohnt hier nebenan ein Soldat mit dem Namen P. Später stellte sich heraus, dass seine Schwiegermutter in unserer Nachbarschaft lebte. Deshalb hätte ich sie beide kennen müssen. Aber ich hielt mich selten in Lypzi auf, ich hatte ihn nie gesehen.“

Zunächst wurde der Mann in einem Schuppen im Nachbardorf Tscherkaski Tyschki festgehalten. Dann brachte man ihn in einen großen Keller. Roman vermutet, dass es sich um das psychiatrische Krankenhaus in Striletscha handelte. Mit ihm wurden noch einige weitere Personen in dieser Folterstätte festgehalten. Einer lag dort schon den dritten Tag in Handschellen.

„Er hatte ganz schwarze Hände, nicht einmal mehr blaue. Eine junge Frau war bei ihm, sie weinte und flehte die Bewacher an: ‚Ich beschwöre Sie, lösen Sie die Handschellen, seine Hände sterben ab!‘ Aber das ließ sie kalt.“

Nach einigen Tagen der Folter ließ man Roman plötzlich frei, seine Dokumente wurden jedoch einbehalten.

„Sie brachten mich nach Hause. Einer von ihnen sagte: ‚Ich gebe dir einen Tag, um P. zu finden. Wenn du ihn nicht findest, holen wir dich.‘ Selbst wenn ich hätte fliehen wollen, ohne Dokumente hätte man mich an jedem Kontrollposten an Ort und Stelle erschossen. Ich fragte die Nachbarn. Alle beteuerten, keinen solchen Militär zu kennen.“

Schon am Abend kamen sie wieder und holten Roman ab.

„Es kamen ‚Tiger‘-Panzer, Russen, bis an die Zähne bewaffnet, mit Maschinengewehren, in Schutzwesten. Sie zeigten ein Papier: ‚Bist du das?‘ Das war mein Ausweis als Teilnehmer an Kampfhandlungen (Roman hatte in der ATO gedient), mein Foto. Damit war ich geliefert.

Alle stürzten sich auf mich. Ich versuchte sie abzuwehren. Sie schlugen auf mich ein…. Sie gingen ins Haus. Durchwühlten alles, nahmen das Notebook meiner Frau, Telefone, Alkoholika — alles, was sie zu Gesicht bekamen, nahmen sie mit. Sie fesselten mir die Hände hinter dem Rücken, verbanden mir die Augen, stießen mich in ein Auto und fuhren los. Irgendwo hielten sie an, führten mich raus und sagten: ‚Geh voran.‘ Ich höre, dass sie die Maschinengewehre nachluden und die Pistolen herauszogen. Sie sagten: ‚Das war’s, sprich dein Gebet — bete im Namen des Krieges. Die Russische Föderation hat das Recht, Erschießungen ohne Urteil durchzuführen.‘ Danach luden sie nochmal nach. — ‚Mach schon‘, sagte ich, ‚du redest zu viel.‘ Ich stand da, wartete und dachte mir: Gleich fliegt mir was in den Kopf oder in den Rücken. Stille. Einer kam zu mir, packte mich am Genick, stieß mich gegen das Auto und dann ins Auto hinein. ‚Was willst du, Kreatur, hast du denn gar keine Angst, dass man dich erschießt?‘ — ‚Wovor sollte ich Angst haben? Wer hindert euch daran?‘“

Hoptivka

„Hoptivka ist das Schlimmste, was ich durchgemacht habe. Wenn sie mich in Hoptivka umgebracht hätten, hätten sie den Leichnam weggeworfen, und fertig. … In Hoptivka wurden mir die Rippen gebrochen, ich wurde mit Stromstößen gefoltert, mit Telefonen. Jeder erlebte seine eigene Folter. Einem wurden Elektroden an die Finger gebunden, einem anderen an die Nase, die Zunge, die Ohren. Was sich die kranke Phantasie alles ausdachte. Einmal brachten sie mich zum Verhör, fingen an mich zu verprügeln, dann setzten sie mich an die Wand, und einer sagte, wenn ich auf die Idee käme, ohnmächtig zu werden, dann hätte er eine Adrenalin-Spritze. Das wäre nicht das erste Mal, er wisse, wie man damit umgeht. „Ich bringe dich zu Bewusstsein, und wir setzen die Folter fort.“ Sie fragten nach der Struktur unserer Truppen. Woher sollte ich wissen, welche Truppen in Charkiv sind? Da können viele Truppen sein. Sie fragten, ob ich Bekannte beim SBU oder beim Grenzschutz hätte.“

Nach diesen Foltern beschloss Roman zu gestehen, dass er Soldat sei. Er sagt, er hätte gehofft, dass er dann wenigstens die Chance auf einen Austausch hätte.

„Andernfalls, dachte ich, quälen sie einen zu Tode, sie glauben nicht, dass ich in Lypzi wohne und nichts weiß. Sie hörten sofort auf mich zu foltern. Sie brachten mich in die Zelle und ließen mich etwa eine Woche in Ruhe.“

Aber dann wollten die Besatzer ihn zu einem Geheimdienst-Major „machen“.

„Sie fragten: ‚Wie alt bist du?‘ — Ich sagte: ‚Fast vierzig‘. — ‚Hast du eine Ausbildung?‘ — ‚Höhere‘— … ‚Dann solltest du schon ein Major sein!‘ — ‚Nein, ich bin einfach Mechaniker in der Funkzentrale.‘ — ‚Verbindungsoffizier?‘ — ‚Ja….‘ — ‚Warst du in Georgien?‘ — ‚Nein, ich habe nur ein Visum für Polen….‘ — ‚Sag, unter uns: Ich kann davon ausgehen, dass du ein Spezialagent bist?‘ — ‚Sie können annehmen, was Sie wollen.‘ — ‚Das war’s. Keine weiteren Fragen.!‘“

Zeltlager, Gebiet Belgorod (Russland)

Später wurde Roman Kryvulja ins Zeltlager für ukrainische Kriegsgefangene in Schebekino gebracht. Hier wurde er verhört, jedoch nicht gefoltert.

„Wir saßen im Zelt, hinausschauen konnten wir nicht. Anfangs wurde uns Essen gebracht. Nach einer Woche führte man uns in eine Kantine — zehn, zwanzig Leute in der Schlange, mit gesenktem Kopf, Hände auf dem Rücken. Nirgendwo hinsehen. Zum Verhör wurde man von einem Zelt in ein anderes gebracht. Es kam die Militärstaatsanwaltschaft, und das FSB. Gefoltert wurde nicht. Wir wurden gefangen gehalten, überprüft und soweit notwendig medizinisch behandelt. In diesem Zeltlager verbrachte Roman etwa 10 Tage.

Ermittlungsisolator in Staryj Oskol (Russland)

„Als sie mich nach Staryj Oskol brachten, begriff ich, was das bedeutet — ‚Major und Spezialagent‘. Sie haben mich derart verprügelt…. Einer sagte: ‚Ich schneide dir die Finger ab und schicke sie der Reihe nach an deine Frau und treibe sie in den Wahnsinn, bis sie alle bekommen hat!‘ Er schlug eine halbe Stunde lang auf mich ein. „Nach zwei-drei Wochen kommt ein Verbindungsoffizier, wenn du ihm nicht alle Nötige erzählst, wird genau das passieren, was ich dir gesagt habe!‘ Einige Tage wartete ich auf diesen Verbindungsoffizier und darauf, dass man mich in Stücke schneiden würde. Der Verbindungsmann kam und fragte nach gar nichts, nur wo unsere Einheit und wie stark sie sei. Woher soll ich das wissen, ich habe sie nicht gezählt…. Sie schrieben was auf, und ich unterschrieb. Was das war, weiß ich nicht. Er deckte es mit einem Papier ab und sagte: ‚Unterschreib hier.‘“

Donskoe, Gebiet Tula (Russland)

Nach ein paar Tagen wurden die Gefangenen wieder anderswohin gebracht. Die Ukrainer hofften, es würde nach Hause gehen.

„Einige Stunden waren wir im Auto unterwegs. Ich dachte, es sei vorbei, es ginge zum Austausch. Wir kamen zu einem Flugplatz. Jemand sagte: ‚In drei Stunden muss unser Flugzeug kommen.‘ Ich dachte: ‚Gott sei Dank, sie bringen uns entweder in die Türkei oder nach Kyjiv.‘ Es kam ein Transportflugzeug. Nach einer Flugstunde kamen wir an — und es ging wieder los: Häftlingsbusse, Spezialkräfte. Sie schrien und fluchten. Schnell! Wir fuhren nach Donskoe. Da öffneten sie den Bus, packten einen am Kragen, waren einen raus und traktierten einen mit Fußtritten. Dann fragten sie nach dem Namen und jagten einen durch die Menge, ich lief, und jeder schlug auf mich ein mit dem, was er gerade hatte, bis ich im Hof ankam. ‚Geh in die Hocke!‘ Ich ging in die Hocke. So saß ich von 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. In der Kälte. Danach konnte ich mich nicht mehr auf den Beinen halten. Sie jagten mich in das Gebäude. ‚Auf die Knie und mit dem Gesicht zur Wand!‘ Und so fiel ich auf die Knie und lag noch eine halbe Stunde, während sie die Häftlingsuniform vorbereiteten und die Ärzte irgendwelche Notizen machten. Sie fotografierten mich und zogen mich nackt aus. Geh ein Stockwerk rauf, zieh Unterhosen an‘ — die waren um das Zehnfache zu groß — ‚und eine Uniform.‘ Ich sagte, dass ich sie nicht befestigen kann und das nicht hält. Er darauf: ‚Zieh deine Hose an und steck sie in die Slips.‘ Sie verpassten mir Stromschläge und trieben mich mit Schlagstöcken in die Zelle. Ich flog hinein, über die Schwelle, von der Seite, weil die Tür an einer Kette hängt und man nur durch die Öffnung von der Seite rein kann, in diese Engstelle stießen sie mich in aller Eile hinein. Nach fünf bis zehn Minuten kam der nächste, nach weiteren fünf bis zehn Minuten noch jemand und so weiter, bis 17 Personen in der Zelle waren.“

Die Kolonie strengen Vollzugs Nr. 1 in Donskoe im Gebiet Tula gilt als eine der schlimmsten. Hier müssen die Ukrainer Misshandlungen, Kälte und Hunger erdulden. Oft erkranken sie an Tuberkulose.

„Als wir feststellten, dass wir TBC-Kranke in unserer Zelle hatten, wurden diese in eine andere Zelle verlegt. Sie waren da zu zweit. Und uns gab man acht Monate lang fünf Tabletten täglich zur Prophylaxe.“

Jeden Tag wurden die Ukrainer verprügelt. Aber das Schlimmste war, in den Karzer zu kommen.

„Zum Glück kam ich nie in den Karzer. Aber ich habe mit Leuten gesessen, denen das passiert war. Das ist der reine Horror. Ein Mensch konnte da für zwei-drei Monate eingesperrt werden. Damit er gebrochen wurde, etwas aussagte…. Wenn in einer gewöhnlichen Zelle siebzehn Leute sitzen und sie Leute schlagen, können ein, zwei oder drei Leute Glück haben und vielleicht nur Fußtritte abbekommen. Aber wenn man in der Zelle allein ist. dann wird man jeden Tag geschlagen, den Gott erschaffen hat.“

Roman erzählt, dass er einen Zivilgefangenen gesehen hat, der infolge der Schläge und vor Hunger den Verstand verloren hatte. Einen anderen Zellennachbarn brachte die „russische Diät“ dazu, dass seine Beine allmählich „abstarben“.

Unter diesen Bedingungen verbrachte Roman neun Monate. Dann wurde er noch weiter von seiner Heimat weggebracht.

Mordovien (Russland)

Ein neuer Ort, aber die alten Regeln. Von Neuem die Hoffnung auf einen Austausch, aber stattdessen kam wiederum eine „Aufnahme“ und Schläge für weitere elf Monate.

„Uns wurde ständig gesagt: ‚Ihr Kreaturen, Mörder, wollt nach Europa? Hier ist der Ausgang, da habt ihr euer Europa!‘ Und so immer weiter.“

Man wurde für alles geschlagen. Wenn man sich auf das Bett stützte, statt tagsüber zu stehen, setzte es Schläge. Hat der Aufseher schlechte Laune, gibt es Schläge.

„Sie kommen rein: ‚So, fünf zum Ausgang!‘ Fünf gehen raus. Diese fünf werden entweder direkt im Korridor geschlagen, damit es nicht im Bereich der Videokamera geschieht, oder sie werden in den Hof gebracht. Und da setzen sie ihnen mit Elektroschockern und Schlagstöcken zu, es heißt ‚Los, tanz, sing ein Lied‘ … Einer von uns singt, und der andere treibt ihn mit Stromschlägen an, steigt auf die Bank — er ist ein Meter fünfzig, viel kleiner als der Häftling — und schlägt ihn heftig mit dem Knie auf den Kopf. Auf der einen Seite hat er mir zwei Rippengebrochen, ich konnte einen Monat kaum atmen und nicht schlafen.“

Die Stromfolter hörte auch hier nicht auf. Dreimal wurde Roman bewusstlos geschlagen.

„Ich war in einer liegenden Position, und man befahl mir, Liegestütz zu machen. Und dann setzt er sich auf mich drauf und traktiert mich mit dem Elektroschocker: die Fersen, die Füße, die Muskeln, in den Nacken, auf den Kopf, überall. Bis sein Vorgesetzter ihm befahl aufzuhören: ‚Es reicht, sonst bekommt er noch einen Herzstillstand.‘“

Durch das unsaubere Wasser wurden die Häftlinge krank. Weil man ihnen nicht erlaubte, in Hausschuhen zum Duschen zu gehen, bekamen viele Pilzinfektionen. Zähneputzen wurde nicht gestattet.

„Ich hatte zwei Jahre keine Möglichkeit, die Zähne zu putzen. Sie erlaubten es nicht. Es hieß, die Zahnbürsten hätten ‚Urlaub‘. Oder ‚die Zahnbürste ist krank.‘ Und das jeden Tag. Ich weiß, dass unsere Zahnbürsten hinter der Tür hingen, aber nein, sie seien ‚in Urlaub‘ oder ‚in Reparatur‘, damit sie sie uns nicht geben mussten.

Gebiet Rostov

Ende Januar 2024 brachte man Roman endlich zum Austausch. Zu dieser Zeit stürzte das Flugzeug ab, in dem sich angeblich ukrainische Kriegsgefangene befanden. Der geplante Austausch fiel aus. Die Ukrainer wurden in die Kolonie in Kamensk-Schachtinskij im Gebiet Rostov gebracht. Dort gab es wieder eine „Aufnahme“.

„Sie zogen uns direkt auf der Straße komplett aus. Obwohl es etwa minus zehn Grad war und Schnee lag. Man stand nackt da, Kleidung, auch Socken, mussten wir auf einen Haufen werfen. Wenn man irgendwelche Tätowierungen hatte, dann blieben nur die Stellen verschont, wo keine waren.“

Erst hier, als der Austausch unmittelbar bevorstand, bekamen die Gefangenen ausreichend zu essen.

„Ein Teller voll mit einem halben Liter Haferbrei! Ich hatte so was zwei Jahre lang nicht ein einziges Mal gesehen. Der Teller war voll, und es schmeckte so gut, dass man das sogar essen konnte!“

Sechs Tage vor dem Austausch bekamen die Ukrainer ausreichend zu essen. Aus dem Gebiet Rostov brachte man sie schließlich ins Gebiet Sumy, an die ukrainische Grenze.

„Das war schon die neunte Verlegung. Ich dachte, wir kommen wieder in eine neue Zone und wollte mir erst gar keine Hoffnungen machen. Sie verbanden uns die Augen. Beschimpften uns nicht, nannten uns ‚Jungs‘. Wir waren perplex. So einen Umgang kannten wir seit zwei Jahren nicht mehr. Wir waren für sie alles, nur keine Soldaten, keine Jungs, keine Menschen.“


Nach Auskunft des Koordinationsstabs für Kriegsgefangene weiß man mit Sicherheit, dass sich über 8.000 Ukrainer in russischer Gefangenschaft befinden, sowohl Soldaten als auch Zivilisten. Der Aufenthalt dieser Personen ist bestätigt. Aber Zehntausende von Ukrainern werden nach wie vor vermisst. Dem letzten UN-Bericht zufolge verletzt Russland beim Umgang mit Kriegsgefangenen systematisch das humanitäre Völkerrecht: „Zeugnisse der Opfer demonstrieren die ganze Brutalität und Grausamkeit in ihrer Behandlung, die bei den Opfern in der langen Haftzeit erhebliche Schmerzen und Leiden verursacht hat. Dies alles erfolgte unter einer eklatanten Missachtung der Menschenwürde und hatte langanhaltende physische und psychische Traumata zur Folge.“

Die Charkiver Menschenrechtsgruppe hat eine Hotline für Vermisste eingerichtet. Wenn Sie ein Angehöriger sind oder Kenntnis von Kriegsgefangenen oder Zivilgefangenen oder von Zivilpersonen wissen, die auf besetztem Gebiet vermisst werden, kontaktieren Sie die Nummer 0 800 20 24 02 (gebührenfrei).

Wir können nicht garantieren, dass es uns gelingt, den Aufenthaltsort Ihres Angehörigen festzustellen. Allerdings ist es uns in den Jahren unserer Arbeit gelungen, über 30% der Personen ausfindig zu machen, über die uns Mitteilung gemacht wurde.

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