Verletzungen der Rechte ukrainischer Kinder unter Kriegsbedingungen
![[child_eng]](https://t4pua.org/files/img/1604924408.png)
Aus Anlass des Internationalen Kindertags am 1. Juni und des 4. Juni, des Internationalen Tags der Kinder, die unschuldig Aggressionen zum Opfer fielen, haben das ADZ (Antidiskriminierungszentrum) Memorial Brüssel und die Charkiver Menschenrechtsgruppe eine Publikation zur Verletzung der Rechte ukrainischer Kinder erstellt. Dabei geht es um die Kinder, die Opfer des von Russland entfesselten Aggressionskriegs gegen die Ukraine wurden.
Die meisten Kriegsverbrechen gegen Kinder sind mit Gewaltakten russischer Truppen verbunden: Kinder kommen durch Beschuss oder andere Kriegshandlungen der russischen Truppen gegen die ukrainische Zivilbevölkerung ums Leben oder werden verwundet. Im Laufe des Krieges wegen Häuser, Institutionen für Kinder und Objekte der zivilen Infrastruktur zerstört. Kinder sind häufig furchtbaren Lebensbedingungen ausgesetzt — sie haben kein Wasser, keinen Strom und keine Heizung. Viele erhalten keine vollwertige Ausbildung — nicht alle Schulen sind sicher, nicht überall ist Online-Unterricht möglich, da Strom oder Netzverbindung ausfallen.
In den zeitweilig besetzten Gebieten der Ukraine wurden Fälle sexueller Gewalt gegen Kinder bekannt, außerdem solche ihrer Ausbeutung und Geiselnahme. In russischen Gefängnissen waren Jugendliche inhaftiert, die des Widerstands gegen die Besatzungsmächte bezichtigt wurden. Ohne Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertreter wurden Kinder aus der Ukraine nach Russland und Belarus verschleppt — dies ist ein nachgewiesenes russisches Kriegsverbrechen. Diese Kinder wurden für lange Zeit festgehalten, an Pflegekräfte vermittelt und ihrer ukrainischen Identität, ihrer Sprache und jeglicher Kontakte zur Ukraine beraubt. Ukrainische Kinder, die in den zeitweilig besetzten Territorien leben und in russische Regionen deportiert wurden, werden massiver militaristischer Propaganda ausgesetzt, sie werden in die Aktivitäten militärischer Kinderorganisationen involviert; die russischen Machthaber sind bestrebt, sie im Krieg gegen die Ukraine — ihr eigenes Land — einzusetzen.
Internationale Organisationen, Regierungen von Ländern, die die Ukraine unterstützen, und gemeinnützige Initiativen von Politikern müssen einen Aktionsplan zum Schutz ukrainischer Kinder entwickeln und beschließen. Dazu gehört auch, dass Kinder, die in Russland oder den besetzten Gebieten festgehalten werden, Russland verlassen und in die Ukraine zurückkehren können. Gewaltakte russischer Streitkräfte in Kampfgebieten und besetzten Territorien müssen unterbunden werden. Im Rahmen eines Gefangenen-Austauschs ist die umgehende Rückkehr jener Kinder (oder Jugendlicher, die noch als Kinder festgenommen wurden) sicherzustellen, denen Widerstand gegen die Besatzungsmacht vorgeworfen wird und die sich in russischer Untersuchungshaft befinden. Die Praxis, Kinder zu Kriegszwecken auszubeuten, muss vollständig beendet werden. Dazu gehören die Entwicklung von Drohnenmodellen, die militärische Ausbildung sowie die Arbeit in Rüstungsbetrieben. Ebenso muss die militärische und chauvinistische Propaganda in der Bildung und Erziehung der Kinder eingestellt und den Kindern der Unterricht nach ukrainischem Lehrplan ermöglicht werden.
Illustrationen von der Künstlerin L. A., die ihre Jugend in der besetzten Ostukraine verbracht hat.
Für den Ton wurde KI genutzt